Dyke* March …(DY*M)….

Dyke, ist ein englisches Wort und meint Lesbe. Der Dyke*March ist eine Demonstration, um lesbische Sichtbarkeit im öffentlichen Raum zu fordern und für gleiche und für feministische Rechte lesbischer Frauen eintritt.

Dyke ist – wie im Deutschen das Wort Lesbe – ein Geusenwort, ein sogenanntes Trotzwort:  Ursprünglich war Dyke/Lesbe ein Schimpfwort und sollte frauenliebende Frauen abfällig verunglimpfen. Doch – zum Trotze – von Beschimpfung und Stigmatisierung kehrten Lesben/Dykes* die Beschimpfung um und machen daraus im Zuge ihrer Emanzipation eine stolze und selbstbewusste Aneignung. Seit den Sechziger Jahren wurde  im Laufe der  feministischen und der homosexuellen Emanzipationsbewegungen aus den ehemals pejorativ gemeinten Begriffen ein politischer Begriff. Als Selbstbenennung erhielt Lesbe/Dyke* eine positive Bewertung und signalisiert, dass Menschen für eine vielfältige, geschlechtergerechte und queerfeminitische Gesellschaft  eintreten.

* Das Sternchen bei Dyke* / Lesbe* / Frau* / Mann* ist als sogenanntes Gendersternchen ein Element im geschlechtersensibilierten Sprachgebrauch. Solch ein Sprachgebrauch signalisiert, dass Worte aktiv gesellschaftliche Realitäten schaffen und abbilden. Der Gebrauch von * bildet mit sprachlichen Mitteln jene Geschlechtervielfalt ab, die jenseits gesellschaftlich normierter Geschlechterrollen von männlich und weiblich existieren.

Der erster Dyke-March war 1981 in Kanada, als etwa zweihundert Dykes für lesbische Sichtbarkeit auf die Straße gingen. Dies war am Vortag zum Pride, der männerdminierten CSD-Demo in Vancouver. Seither sind Dyke*Marches am Vortag oder eine Woche vor dem CSD einer jeweiligen Stadt und bezwecken ein feministisches Empowern der frauenliebenden Frauen der Region.
Zwölf Jahre später war in den USA der erste Dyke March. In der Tradition der us-amerikanischen Bürger_innenrechtsbewegung fuhren 1993 etwa 200.000 Teilnehmerinnen nach Washington und marschierten in den Straßen der Hauptstadt für Lesbenrechte. Danach gab es Dyke Marches in New York, Seattle, Chicago, London. Es folgten weitere Länder und Orte. Auch in Deutschland begannen sich Lesben am Vortag zu großen CSD-Demos-Paraden für lesbische Sichtbarkeit im queeren Mainstream zu engagieren. Seit 2013 gibt es in der Hauptstadt, in Berlin, den Dyke*March Berlin. Es folgten 2015 Köln  und 2016 Hamburg und 2017 Rhein-Neckar (Heidelberg).

Am Tag vor dem CSD Rhein-Neckar in Mannheim, der Christopher Street Day- Demonstration im Herzen der Metropolregion (das ist das Länderdreieck Baden-Württemberg / Hessen / Rheinland-Pfalz) demonstriert der Dyke*March Rhein-Neckar  für lesbische Sichtbarkeit und für Geschichte für ALLE .

Der Dyke*March Rhein und Neckar – ist in Heidelberg, das  Rahmenprogramm im Juni, Juli und August  ist an vielen Orten im Raum von Mannheim und Heidelberg.

2018 – Dyke*Marches in Deutschland